(JO) Sicherlich ein wenig überraschend für viele trug der diesjährige DFB-Pokalteilnehmer nicht wie sonst üblich ihr Heimspiel auf dem Haupt- sondern auf dem Kunstrasenplatz aus. Nach der kurzen Ernüchterung nicht im Stadion zu spielen, kam jedoch die Vorfreude auf das Spitzenspiel auf bekanntem Terrain, dem Kunstrasen, zurück. Wir konnten personell nahezu aus dem Vollem schöpfen und mit dem gewonnen Selbstvertrauen aus dem soliden Saisonstart rechneten wir uns gute Chancen aus. Scheinbar ganz anders stellte sich die Situation beim Gastgeber dar. So war die Heimmannschaft gezwungen ihre Startelf mit 5(!) Spielern aus der zweiten Herren aufzufüllen.

Der Bremenligist riss von Beginn an das Spielgeschehen an sich und ließ den Ball durch die eigenen Reihen laufen. Im Rahmen unserer Möglichkeiten zeigten wir eine sehr engagierte und geschlossene Leistung. Kämpferisch stark holten wir immer wieder Bälle (und manchmal auch den Gegner auf den Boden zurück) und setzten zu gefährlichen Kontern an. Einen dieser schnellen Umschaltmomente nutze Nick Johnen in der 24. Minute und schob lässig, mit freundlicher Unterstützung des Oberneulander Keepers, von der Mittellinie zur Führung ein. Mit der knappen Führung von 1:0 ging es schließlich in die 6-minütige Halbzeitpause.
 
Da in der Bremenliga scheinbar noch nicht angekommen ist, dass auch in der Kreisliga Schiedsrichter Respekt verdienen, spielten wir ab der 57. Minuten nach einem kuriosen Platzverweis nur noch gegen 10 Oberneuländer. Fortan ließen wir uns auch durch Sturmläufe des Gegnerischen Torwarts (in der Kreisliga kann man es ja machen, weil wir alle kein Fußball spielen können...) aus der Ordnung bringen und verteidigten vehement gegen die technisch stärkere Mannschaft. Leider mussten wir am eigenen Leib erfahren, dass sich Qualität irgendwann durchsetzt. Das Spiel endete somit noch deutlich mit 4:1 für die Heimmannschaft. Wahrscheinlich zu hoch, aber nach alleine drei Lattentreffern sicherlich auch verdient.

Es ist vollkommen legitim eine halbe Bremenligamannschaft in die Kreisklasse zu schicken wenn es gegen direkte Konkurrenten geht – kann man machen, muss man aber nicht. Festzuhalten bleibt, dass wir uns aber mit Sicherheit nicht verstecken müssen!

Weiter geht es im Derby gegen den TuS Komet Arsten! Da heißt es wieder Punkten!